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Projektziele PDF Drucken E-Mail
Die Entwicklung von Methoden und technischen Fachkonzepten als Voraussetzung für einen standardisierten, durchgängigen elektronischen Geschäftsverkehr zur Abwicklung von Montage-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten (von der Ausschreibung bis zur Rechnungsstellung) wurde im Rahmen des Projekts aufgegriffen. Für den dienstleistungsorientierten elektronischen Datenaustausch einschließlich der verwendeten Materialien und Objektbeschreibungen zwischen Kunden und Lieferanten wurden einheitliche systematische E-Business-Verfahren und -Schnittstellen entwickelt und bei KMU-Pilotunternehmen (sechs Firmen aus dem Instandhaltungsumfeld) und Pilot- Kunden (zwei Großunternehmen) implementiert. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Defizite im elektronischen Geschäftsverkehr von Dienstleistungen ergeben sich folgende Ziele, die im Rahmen des Projekts als Arbeitspakete bearbeitet wurden:

  1. Entwicklung einer systematischen Vorgehensweise

  2. Eine systematische Vorgehensweise dient der Erfassung und Analyse für die Entwicklung eines standardisierten Datenaustauschs in industriellen Dienstleistungsmanagementprozessen15. Im Fokus stehen hierbei die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU).

  3. Standardisierung der internen und unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse

  4. Das Ziel ist die Standardisierung des elektronischen Datentransfers für die Planung, Spezifikation und Abwicklung von industriellen Dienstleistungen in kollaborativen Geschäftsprozessen. Die Geschäftsprozesse sind unternehmensspezifisch gestaltet.

    Durch detaillierte Geschäftsprozessanalysen sollten die internen Geschäftsprozesse der Piloten (Kunden (große Industrieunternehmen) und Lieferanten (KMU)) detailliert untersucht werden. Im Fokus standen unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse.

  5. Reduzierung des Aufwands durch Change-Management

  6. Durch die Restrukturierung der Geschäftsprozesse für einen einheitlichen elektronischen Datenaustausch sollten die Unternehmen beim Change-Management unterstützt werden. KMU sind häufig nicht in der Lage, aus eigener Kraft relevantes IT-Know-How aufzubauen und über die neusten Technologien informiert zu sein.

  7. Vereinfachung der technischen Integration

  8. Die technische Integration von Beschaffungssystemen16 von Kunden und Lieferanten ist geprägt durch viele Medienbrüche und Doppeleingaben. Eine prozessorientierte Integration zur Unterstützung der verschiedenen Funktionsbereiche des industriellen Anlagenmanagements ist in der Praxis nur lückenhaft gegeben. Letzteres ergab sich durch die Analyse der Anwendungsfälle. Während Geschäftsprozesse zur Planung und Beschaffung von Materialien bereits vielfach unternehmensübergreifend implementiert werden, ist die Prozessorientierung im Dienstleistungsmanagement für die Planung, Spezifikation und Beschaffung so gut wie nicht gegeben. Für die Integration in bestehende IT-Systeme sollte ein Datenmodell für die Beschreibung von industriellen Dienstleistungen in der Instandhaltung entwickelt werden und als Basis für die Entwicklung eines innovativen elektronischen Datenformats dienen.

  9. Implementierung von E-Business-Anwendungen

  10. In der betrieblichen Praxis zeigt sich, dass für die Beschreibung von Dienstleistungen im Kontext des dienstleistungsspezifischen elektronischen Geschäftsverkehrs eine einheitliche semantische Struktur fehlt. Für den Bereich der industriellen Instandhaltungsdienstleistungen existiert zusätzlich auch noch keine Klassifikationsstruktur. Dienstleistungen lassen sich aufgrund der erwähnten Defizite bisher noch nicht in elektronischen Produktkatalogen abbilden. Das Ziel war die Entwicklung von E-Business-Anwendungen für die Nutzung standardisierter elektronischer Kataloge und von internetbasierten Anwendungen für Beschreibungen von Dienstleistungen